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Die größere Cleverness entschied

Der VC Dresden gewann bei TSV GA Stuttgart mit 3:0 (25:19, 25:23, 27:25) und festigte damit seine Tabellenführung.

Die Gäste, denen die lange Autofahrt noch in den Knochen steckte, kamen etwas schwer in Tritt. So konnte der ambitionierte Aufsteiger das Spiel lange Zeit im ersten Satz offen gestalten. Zur zweiten technischen Auszeit führten die Dresdner knapp mit 16:15. Bei 19:18 zogen die Sachsen an, und Tom Klopfer, René Andörfer und vor allem Phillip Collin sorgten für den 25:19-Satzgewinn.

Auch im zweiten Abschnitt lagen die Hausherren, die sehr variabel angriffen, anfangs leicht in Front. Beim Stand von 11:12 ging Eric Grosche zur Aufgabe und erschütterte die gegnerische Annahme mit seinen Kanonenaufschlägen. Zudem hatte der VC-Block deutliche Vorteile am Netz,  so dass sich die Gäste auf 20:14 absetzen konnten. Danach schalteten sie wohl zu schnell einen Gang zurück und leisteten sich vor allem in der Annahme einige Konzentrationsmängel. Die Stuttgarter verkürzten ihren Rückstand Punkt für Punkt und kamen gar auf 22:23 heran, so dass VC-Trainer Sven Dörendahl eine Auszeit nehmen musste. Anschließend sicherten Eric Grosche, der von Tim Neuber glänzend frei gespielt wurde und ohne gegnerischen Block einschlagen konnte, und Klaus Kunert mit einem Schnellangriff über die Mitte den 25:23-Satzgewinn.

Diese Aufholjagd setzte bei den Gastgebern zusätzliche Kräfte frei. Sie spielten im dritten Satz bedeutend stärker und lagen stets in Front. Bei 3:6 nahm Trainer Sven Dörendahl bereits seine erste Auszeit. Die Dresdner, die in der Annahme und Abwehr nicht immer konzentriert wirkten, kämpften sich wohl bei 9:10, 10:11 und 20:21 jeweils bis auf einen Punkt heran, verschlugen aber jedesmal anschließend ihre Aufgabe und vergaben so die Chance zum Ausgleich. Bei 20:23 legten sie dann ihre Lethargie ab. Eric Grosche mit einem Einerblock und  zweimal Phillip Collin schafften den 23:23-Ausgleich. Anschließend konnten die Gastgeber zwei Satzbälle nicht verwerten. Die Sachsen machten es besser und sorgten mit zwei erfolgreichen Blöcken für den 27:25-Satzerfolg und damit für den 3:0-Sieg. Nach 1:20 Stunden hatte sich die größere Cleverness des Tabellenführers gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber durchgesetzt, und die zwei aus Dresden angereisten VC-Fans unter den Zuschauern konnten zufrieden die lange Rückreise antreten.

VC-Trainer Sven Dörendahl begann mit seiner in den letzten Wochen bewährten Anfangsformation: Z: Tim Neuber, AA: Eric Grosche, René Andörfer, D: Tom Klopfer, MB: Phillip Collin, Klaus Kunert, L: Robert Went. Thomas Schober kam in allen drei Sätzen zur Blockverstärkung auf das Feld. 
Die Dresdner mussten auf Martin Merkel und Felix Pauli verzichten, die an der Uni mitten in Prüfungen stecken, und hatten dadurch auf der AA- und Libero-Position keine Wechseloption.

Ein besonderer Dank geht an Manager Jan Pretscheck, der alle daheim gebliebenen Fans über http://www.facebook.com/vcdresden hautnah mit  Live-Kommentaren direkt aus der Stuttgarter Sporthalle versorgte und  damit die Panne des Stuttgarter Live-Tickers, der bei 12:10 im ersten Satz den Geist aufgab, hervorragend kompensieren konnte.

Nach diesem Spieltag gibt es sowohl an der Tabellenspitze als auch im Tabellenkeller keine Veränderungen, denn die Teams des Führungsquartetts setzten sich durchweg gegen die abstiegsbedrohten Mannschaften durch.
Hier die restlichen Ergebnisse des Samstags:

TG Rüsselsheim - VYS Friedrichshafen 3:0
VSG Coburg-Grub - FT 1844 Freiburg 1:3
VC Eintracht Mendig - GSVE Delitzsch 0:3
TSV Grafing - TuS Durmersheim 1:3
VCO Kempfenhausen - ASV Dachau 0:3


Stimmen zum Spiel:
Co-Trainer Stefan Thormeyer: „Unser Sieg geht in Ordnung. Am Ende hat unser starker Block das Spiel entschieden. Die Stuttgarter, die schon in Dresden eine gute Partie boten, haben sich gegenüber dem Hinspiel deutlich gesteigert. Sie werden sich bestimmt die nötigen Punkte zum Klassenerhalt noch holen.“

Manager Jan Pretscheck: „Unser Sieg ist verdient. Er ist wohl gegen die kampfstarken Stuttgarter etwas zu hoch ausgefallen, ein 3:1 wäre m. E. ein gerechteres Ergebnis gewesen. Unsere Mannschaft leistete sich einige Schaltpausen, die man nicht überbewerten sollte. Gegen stärkere Gegner muss man allerdings durchweg konzentrierter spielen.“


Rolf Hiecke

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