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DM U 20: Mit jedem Spiel wuchs das Lazarett

Die U 20 war am heutigen Samstag bei der Deutschen Meisterschaft in Salzgitter wahrlich vom Pech verfolgt und blieb so zwangsläufig unter ihren Möglichkeiten.

Der Bericht über den heutigen DM-Spieltag kann eher als ein Krankentagebuch bezeichnet werden. Der erste VC-Spieler, der bereits vor Turnierbeginn ausfiel, war Tim Börrnert, der an einem Muskelfaserriss laboriert und hier bei der DM seinen Coach Stefan Thormeyer assistiert. An einen Einsatz war von vorn herein nicht zu denken.
In der Nacht erwischte es Georg Linke mit Fieber, so dass er nur im ersten Vorrundenspiel zum Einsatz kam. Beim Einspielen verletzte sich Matti Gräbert und musste nach dem zweiten Vorrundenspiel endgültig passen.

Volleyball gespielt wurde auch. Die durch den Ausfall von Tim Börrnert und die krankheitsbedingte Schwächung von Georg Linke im Angriff stark gehandicapte VC-Mannschaft verlor das erste Spiel ihrer Vorrunde gegen  PSV Eutin mit 0:2 (24:26, 16:25). Dabei führten die VC-Jungs im ersten Abschnitt noch mit 21:18. Sie konnten diesen Vorsprung jedoch nicht verteidigen. Der zweite Satz wurde klar verloren.  Für den VC spielten: Z: Daniel Schmitt, AA: Georg Linke, Jonas Sperlich, MB: Tilo Werdin, Matti Gräbert, D: Moritz Mitbauer, L: William Schmidt.
Das zweite Spiel gegen TV Waldgirmes gewannen die Dresdner klar mit 2:0 (25:20, 25:20). Dabei wurde der angeschlagene Georg Linke durch den jungen Paul Schremmer (Jg. 96) ersetzt. Die Hessen hatten wohl mit ihrem 2 m großen Jugendnationalspieler auf der Zuspielposition den überragenden Akteur, aber allein kann er solch ein Spiel auch nicht entscheiden. Die Dresdner spielten ihre Stärken in Aufschlag und Block aus und gewannen völlig verdient.
Gegen den Turniermitfavoriten SCC Berlin, gespickt mit Junioren- und Jugendnationalspielern, stand das dezimierte Dresdner Team auf verlorenem Posten und verlor mit 0:2 (14:25, 17:25). Für den verletzten Matti Gräbert kam Florian Thiel in die Mannschaft, und auf der Ersatzbank fühlte sich Georg Zobel als einziger noch verbliebener Auswechselspieler sehr einsam.
Zur gleichen Zeit besiegte Waldgirmes den PSV Eutin. Damit lagen hinter dem unangefochtenen Vorrundenkrösus SCC Berlin die Hessen, Norddeutschen und Sachsen mit jeweils 2:4 Punkten und 2:4 Sätzen auf den folgenden Plätzen. Die kleinen Punkte entschieden gegen die Dresdner – wenn Unglück im Spiel ist, kommt auch noch Pech hinzu. Die VC-Jungs belegten Rang 4 und kämpften damit um die Plätze 13 – 16.
Erster Gegner war Gastgeber MTV Salzgitter, der gegen Thormeyers Rumpftruppe keine Chance hatte. Das Spiel endete 2:0 (25:11, 25:17) für die VC-Jungs, die Mitte des zweiten Satzes ihren nächsten Spieler verloren. Moritz Mitbauer verletzte sich bei einem Sprungaufschlag am Fuß. Auf seine Diagonalposition ging der junge Zuspieler Georg Zobel, und die Dresdner Ersatzbank war nun völlig leer gefegt.
Morgen kämpfen die VC-Jungs im Spiel um Platz 13 und 14 gegen VC Bitterfeld-Wolfen, die in einer sehr ausgeglichenen Vorrundengruppe unglücklich den letzten Platz belegten und anschließend den Ohrdrufer SV mit 2:0 besiegten.

Trainer Stefan Thormeyer meinte am Abend: „Bei dieser Verletztenserie kannst Du nichts machen. Ohne die Verletzten hätten wir um die Plätze 9 – 12 gespielt, so nun um die Plätze 13 – 16. Mehr war nicht zu holen. Das ist die Konsequenz aus den Fehlern der letzten Jahre. Es zeigt sich das gleiche Bild wie bei der U 18.“

Im Viertelfinale stehen sich gegenüber:
Schweriner SC - Vulkan Westerwald Volleys (das Finale des letzten Jahres)
USC Braunschweig – SV Lohhof
SCC Berlin – VV Humann Essen
VfB Friedrichshafen – TuB Bocholt.


Rolf Hiecke

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