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Erfolgreicher Start in das neue Jahr

Die Mannschaft VC Dresden II bezwang den Tabellendritten TSV Friedberg mit 3:1 (25:22, 18:25, 25:19, 25:17) und tauschte damit mit den Gästen den Tabellenplatz.

Wie bereits im vorigen Jahr hatte Trainer Steffen Rückert auch zu Beginn des neuen Jahres wieder einige Personalprobleme zu lösen, denn er musste mit Martin Grosche (mit Genehmigung des Trainers noch im Urlaub), Stefan Größler (als Trainer der U 13 beim Turnier in Leipzig) und Daniel Schmitt, der mit Grippe im Bett lag, drei wichtige Spieler ersetzen. Der Ausfall von Daniel Schmitt bereitete dem Coach die meisten Kopfzerbrechen, denn er ist derzeit der einzige Zuspieler im Team. Sven Dörendahl, der Chefcoach des VC-Bundesligateams, erklärte sich  bereit, in diesem Match als Zuspieler auszuhelfen, obwohl auch er leicht angeschlagen war.
So traten die Gastgeber in folgender Anfangsaufstellung an: Sven Dörendahl (Z), Stefan Grudsinski (D), Tino Walter, Ludwig David (AA), Stefan Prasse, Christian Heymann (MB) und Andreas Hettwer (L).
Als zweiter Zuspieler hielt sich Mittelblocker Philippe Fontaine bereit. Weiterhin gehörten Georg Linke, der im zweiten Satz kurz eingewechselt wurde, sowie Moritz Mitbauer und Paul Schremmer zum Team.

Die Dresdner erwischten einen guten Start und zogen begünstigt durch Fehler der Gäste auf 10:5 davon. Doch bei 13:12 war das Spiel wieder offen. Mit guten Aktionen von Stefan Grudsinski, der von Sven Dörendahl immer wieder klasse frei gespielt wurde, konnten sich die VC-Männer nach dem 18:16 auf 22:17 absetzen. Durch Unkonzentriertheiten der Dresdner kamen die Friedberger noch einmal auf 22:24 heran, aber anschließend setzte ihr starker Angreifer Fabian Gumpp seinen Service ins Netz, so dass dieser Satz mit 25:22 an die Hausherren ging.

Den zweiten Satz begannen die Dresdner, die auch in der Feldabwehr gegenüber ihren Gästen Nachteile hatten, unkonzentriert und lagen schnell mit 2:7 im Rückstand. Diesen Rückstand liefen sie den gesamten Satz hinterher. Sie konnten wohl in der Satzmitte vor allem durch erfolgreiches Blockspiel von Stefan Prasse und Stefan Grudsinski von 8:15 auf 12:15 verkürzen, aber mit einer Fehlaufgabe brachten sie sich anschließend wieder selbst aus dem Rhythmus und gaben diesen Abschnitt deutlich mit 18:25 ab.

Nach einem 2:4-Rückstand kämpften sich die Dresdner im dritten Satz auf 9:7 in Front, wobei die knapp 100 Zuschauer in der Margon Arena von beiden Teams spektakuläre Feldabwehraktionen zu sehen bekamen. Bei diesem Spielstand verließ Sven Dörendahl, den Knieprobleme plagten, das Feld. Für ihn kam des Trainers „Allzweckwaffe“ Philippe Fontaine ins Spiel. Aufgrund seiner Ballsicherheit hatte der Mittelblocker wohl schon in früheren Jahren auf verschiedenen Positionen aushelfen müssen, aber noch nie als Zuspieler. Mit ihm ging ein Ruck durch die Mannschaft, die sich nun deutlich steigerte und um jeden Ball kämpfte. Kapitän Timo Walter erklärte das so: „Wir wussten, dass Philippe noch nie zugespielt hatte und konnten deshalb auch nicht unbedingt ganz exakte Pässe erwarten. Deshalb mussten wir ihm das Leben leichter machen, und jeder von uns hat sich mehr ins Zeug gelegt.“ Hinzu kam, dass der gelernte Mittelblocker gemeinsam mit Stefan Prasse mit seinem Block die rechte Abwehrseite, über die die Gäste die meisten Angriffe vortrugen, dicht machte. Die Friedberger kamen sichtlich aus dem Rhythmus und leisteten sich im Angriff und auch beim Aufschlag viele Fehler, so dass die VC-Männer den Satz klar mit 25:19 gewannen.

Auch der vierte Satz wurde eine klare Angelegenheit der gut spielenden Elbestädter. Nur bis 5:5 konnten die Gäste, die mit zunehmender Spielzeit zusehends resignierten, den Satz offen halten. Tino Walter verwandelte schließlich den zweiten Matchball zum 25:17, so dass der verdiente 3:1-Sieg der Rückert-Männer feststand. Sie verbesserten sich damit mit 14:8 Punkten auf den 3. Tabellenplatz.

Stimmen zum Spiel:
VC-Trainer Steffen Rückert:
„Wir wussten um die Stärke der Friedberger, die sich im Laufe der Saison enorm gesteigert haben, und hatten wieder einmal mit Personalproblemen zu kämpfen. Deshalb freue ich mich über diesen Sieg. Philippe Fontaine hat auf der für ihn ungewohnten Zuspielposition ein gutes Spiel gemacht, und die Mannschaft hat ihn dabei sehr gut unterstützt. Das spricht für den Teamgeist innerhalb der Mannschaft. Mein Dank gilt auch Sven Dörendahl, der kurzfristig eingesprungen war, um uns zu helfen.“

TSV-Trainer Andreas Hauser: „Wir haben bisher in dieser Saison zwei schlechte Spiele gemacht, beide gegen Dresden. Die Ursachen für diese Niederlage müssen wir bei uns selbst suchen.“

Die weiteren Ergebnisse dieses Wochenendes:
Die beiden führenden Teams TSV Herrsching und SV Schwaig gewannen ihre Heimspiele gegen VGF Marktredwitz und ASV Neumarkt jeweils mit 3:0. Der Tabellenletzte VSV Oelsnitz scheint sich mit seiner Situation wohl schon abgefunden zu haben, denn er verlor zu Hause gegen das bayrische Talentteam VCO Kempfenhausen mit 0:3.
 

Rolf Hiecke

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Kommentare

Andreas Pinter13.01.2013 11:39:01

Mit soviel Biss habe ich die Mannschaft noch nicht erlebt. Als Sven , der immer noch super Pässe stellte, das Spiel verlassen musste, dachte ich: das war es. Ich möchte keinen Angreifer hervorheben, da jeder unübersehbar sein Bestes gab. Aber vor Phillipe muss ich den Hut ziehen. Als "gelernter" Mittelblocker bot er in der Zuspielerposition eine nicht zu erwartende Leistung. Vielen Dank, ein schönes Spiel! Andreas Pinter

frog14.01.2013 11:00:29

@Andreas - mehr Leute mit Deinem Sachverstand! dann wird alles gut enden!

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