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Erfurt ohne Chance

Der VC Dresden II bezwang im Regionalligapunktspiel am 4.2.2012 den Erfurter VC klar mit 3:0 (25:11, 25:17, 25:18).

Die Gastgeber, die zuletzt dreimal in Folge verloren hatten, wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen, um ihren Tabellenplatz und damit auch die Qualifikation für die neue Dritte Liga zu sichern.  Die Erfurter, die sie in der Hinrunde mit 3:0 bezwungen hatten, waren aber nach dem guten Rückrundenstart mit drei Heimsiegen in Folge schwer einzuschätzen. Deshalb verlangte Trainer Steffen Rückert von seinen Männern eine konzentrierte Leistung.

Die Dresdner spielten in folgender Aufstellung:Z: Niklas Peisl, D: Stefan Grudsinski, AA: Martin Grosche, Ludwig David, MB: Christian Heymann, Martin Konradund Andreas Hettwer als Libero. Im dritten Satz kam der junge Tim Börrnert für Ludwig David.

Das Spiel begann gleich mit einem richtigen Höhepunkt. Beim Stand von 1:1 schritt Martin Grosche zum Aufschlag und legte eine brillante Serie hin, die den Gegner zermürbte. Krachende Aufschläge wechselten ständig mit gefühlvollen Lupfern. Bei 9:1 hatte er ein Einsehen mit den überforderten Thüringern. Anschließend spielten die Dresdner wie im Rausch. Aus einer von Libero Andreas Hettwer gut organisierten sicheren Annahme -  in den letzten Spielen der Schwachpunkt der VC-Männer - zog Zuspieler Niklas Peisl ein schnelles, variables Angriffsspiel auf, das die Abwehr der Gäste vor eine unlösbare Aufgabe stellte und die etwa 80 Zuschauer begeisterte. So ging der Satz klar mit 25:11 an die Gastgeber.

Im zweiten Satz kamen die Erfurter besser ins Spiel und konnten es bis 15:13 offen halten. Dann zogen die Dresdner das Tempo wieder an. Ein überlegter Heber von Ludwig David, ein Blockserie von Christian Heymann, der in diesem Spiel am Netz von den Erfurter Angreifern kaum zu bezwingen war, sowie zwei Asse von Stefan Grudsinski sorgten schließlich für den 25:17-Satzerfolg.

Auch im dritten Abschnitt ließen die Gastgeber gegen insgesamt enttäuschende Gäste nichts anbrennen und setzten sich von Beginn an deutlich ab. Martin Konrad verwandelte nach nicht einmal einer Stunde mit einem Schnellangriff den Matchball zum 25:18.

Trainer Steffen Rückert meinte nach dem Spiel: „Das war von meiner Mannschaft eine gute Leistung. Allerdings hat es uns Erfurt auch nicht allzu schwer gemacht. Trotzdem ist es wichtig, auch in einer so überlegen geführten Partie die Spannung ständig hoch zu halten. Bis auf einem kleinen Hänger Mitte des zweiten Satzes ist das uns gut gelungen. Die Aufschlagserie von Martin Grosche zu Beginn des Spieles war natürlich ein echtes Schmankerl, nicht nur für die Zuschauer.“

Weiter spielten an diesem Wochenende:

VSV Oelsnitz – TSV Leipzig 76 3:1
USV TU Dresden – TSV Zschopau 1:3
TSG Markkleeberg – VC Gotha II 3:0

Ein Blick auf die aktuelle Tabelle vier Spieltage vor Ultimo zeigt, dass die ersten drei Teams (Zschopau - 26:2 Pkt., Oelsnitz – 22:6 Pkt. und VC Dresden II – 20:8 Pkt.) schon voll für die Dritte Liga planen können, während der vierte Platz zwischen Markkleeberg – 16:12 Pkt. und TSV Leipzig 76 - 14:14 Pkt. noch umkämpft ist. Tabellenführer Zschopau hat auch die Möglichkeit, in einem Relegationsturnier um den Aufstieg in die 2. Bundesliga zu kämpfen.


Rolf Hiecke

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Kommentare

Anno.Nüüm05.02.2012 01:39:44

Danke für den Spielbericht. Jedoch hat nicht nur der Tabellenführer Zschopau die theoretische Möglichkeit, am Relegationsturnier teilzunehmen, denn das könnten mindestens auch der VC oder Oelsnitz, wenn sie am Ende auf dem Siegertreppchen stehen würden...

Rolf Hiecke05.02.2012 02:22:31

Das ist korrekt. Theoretisch besteht diese Möglichkeit auch für den Zweit- bzw. Drittplatzierten, wenn der Erst- bzw. auch der Zweitplatzierte auf die Teilnahme am Relegationsturnier verzichtet. Praktisch wohl nicht. Das schätzen sicher Oelsnitz und der VC realistisch genug ein.

Anno.Nüüm05.02.2012 03:59:56

Genau, das kommt auch dazu. Aber ich weiß nicht, ob Du mich richtig verstanden hast: Ich wollte den VC II hauptsächlich dazu motivieren, dass auch er noch die Möglichkeit hat, am Ende auf Platz 1 zu stehen.

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