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Spät, aber noch rechtzeitig aufgewacht
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Mit einem mühevollen 3:2 (25:17, 23:25, 22:25, 25:22, 15:12)-Heimsieg gegen die L.E. Volleys II startete der Regionalliga-Spitzenreiter VC Dresden II in die Rückrunde und verteidigte seine Tabellenführung.
Der VC Dresden II musste in diesem Spiel auf Martin Grosche verzichten, konnte aber wieder nach seiner Krankheit Zuspieler Alex Meixner einsetzen. Er begann in folgender Aufstellung: Z: Alex Meixner, D: Stefan Grudsinski, AA: Ludwig David, Tim Börrnert, MB: Martin Konrad, Christian Heymann und William Schmidt als Libero. Philippe Fontaine, der noch an einer Mittelohrentzündung laboriert, sowie Kapitän Niklas Peisl blieben vorerst auf der Bank.
Eine Aufschlagserie von Alex Meixner brachte die Gastgeber mit 8:0 in Führung. Die Gäste erwischten einen katastrophalen Start und leisteten sich in dieser Phase vier Fehler, viermal langte der überragende Dresdner Block mit Mittelblocker Martin Konrad zu. Danach taten die Hausherren nur noch das, was zur Verwaltung des Vorsprunges unbedingt notwendig war – und das war nicht viel. Ins Schwitzen gerieten sie jedenfalls nicht. So ging der Satz mit 25:17 an die Hausherren.
Nach diesem Satz dachten die Dresdner wohl, dass das Spiel zu einem Selbstläufer wird. Sie lagen zwar meist mit 2 bis 3 Punkten in Front, aber die Leipziger, die sich sichtlich steigerten, konnten das Spiel offen halten. Nachdem die Gastgeber eine 17:14-Führung unkonzentriert aus der Hand gaben und den Gegner auf 18:17 herankommen ließen, machte sich eine verärgerte Dresdner Zuschauerin Luft: „Jungs, aber jetzt mal ran hier!“ Aber auch das half nicht. Die Messestädter glichen zum 22:22 aus. Zwei Annahmefehler der Dresdner brachten ihnen sogar den ersten Satzball zum 24:22, und sie wurden für ihre Kampfmoral mit dem 25:23-Satzerfolg belohnt.
Den dritten Satz begann der VC mit Philippe Fontaine für Martin Konrad und Christoph Schreiber für Tim Börrnert. Die Gastgeber setzten ihr unkonzentriertes Spiel fort. Leipzig zog mit 9:6 in Front. Von den 9 Leipziger Punkten resultierten allein 6 Punkte aus Aufgabefehlern der Dresdner. Selten konnte man den sonst so besonnenen VC-Trainer Steffen Rückert so verärgert am Spielfeldrand agieren sehen. Bei 10:11 wurde Niklas Peisl für Alex Meixner eingewechselt, und der VC ging mit 14:12 in Führung. Bis 18:18 wogte das Spiel hin und her. Anschließend zogen die Gäste mit 20:18 in Front, wobei ihr bester Angreifer Falk Köthen (Nr. 5) immer wieder eifrig punkten konnte. Bei einem langen Ballwechsel bei 19:21 mit tollen Leistungen beider Abwehrreihen, der schließlich zum Punktgewinn der Gäste führte, erwachten augenscheinlich die Dresdner aus ihrer Lethargie, auch wenn der Satz mit 25:22 an die Gäste ging, die damit nach Sätzen mit 2:1 führten.
Mit Beginn des vierten Satzes erhöhten die Dresdner deutlich die Schlagzahl. Niklas Peisl brachte mit variablem Zuspiel Stefan Grudsinski, Philippe Fontaine, Christoph Schreiber und Ludwig David in gute Angriffspositionen, die sie eiskalt nutzten. Besonders gegen die gezielten Hinterfeldangriffe von Ludwig David fanden die Gäste kein Mittel. So zogen die Dresdner mühelos auf 24:16 davon. Im Gefühl des sicheren Satzerfolges schlichen sich Annahmefehler und Unkonzentriertheiten ein, so dass die Gäste bis 22:24 bedrohlich nahe heran kamen. Trainer Steffen Rückert wechselte seine Zuspieler, bevor der Satz mit 25:22 gewonnen wurde.
Nun musste wieder einmal der Tiebreak entscheiden. Mit vier Tiebreaks, davon drei Siegen, hatten die Gastgeber diesbezüglich genügend Erfahrung. Sie zogen durch Stefan Grudsinski nach einer artistischen Feldabwehr von Niklas Peisl mit 5:2 in Front. Sie mussten aber anschließend den 8:8-Ausgleich hinnehmen, bevor Stefan Grudsinski und Ludwig David mit einem Ass die 10:8-Führung erzielten. Zwei Aufgabefehler und eine missglückte Feldabwehr der Gastgeber brachten den erneuten Ausgleich zum 11:11, ehe Ludwig David, Christoph Schreiber und ein Ass von Niklas Peisl die Vorentscheidung brachten. Den Matchball zum 15:12 erzielte Stefan Grudsinski mit einem erfolgreichen Block. Damit stand der knappe 3:2-Sieg des Tabellenführers gegen die sich tapfer wehrenden Messestädter fest.
Trainer Steffen Rückert meinte nach dem Spiel: „Es war von uns ein schlechtes Spiel. Da brauchen wir gar nicht darum herum zu reden. Unser Aufschlagspiel war miserabel. Die rund vierwöchige Spielpause machte sich bemerkbar. Zudem konnten wir aus verschiedenen Gründen in dieser Woche nur eine einzige richtige Trainingseinheit durchführen. Das ist ganz einfach zu wenig. Nach dem ersten Satz, der zu leicht gewonnen wurde, hatten meine Spieler wohl gedacht, es wird hier ein Selbstläufer. Sie hatten augenscheinlich vergessen, dass wir das Hinspiel auch nur knapp mit 3:2 gegen eine starke Leipziger Mannschaft gewonnen hatten. Ich bin überzeugt, dass wir uns im nächsten Spiel beim TSV Leipzig 76 steigern werden.“
Zur gleichen Zeit gewann TSV Zschopau in Gotha mit 3:2, und VSV Oelsnitz zog in Markkleeberg mit 2:3 den Kürzeren. Damit gibt es gegenwärtig an der Tabellenspitze einen Zweikampf zwischen dem VC Dresden II und TSV Zschopau (beide 18:2 Punkte), während VSV Oelsnitz (14:6 Punkte) vorerst den Anschluss an dieses Duo etwas verloren hat. Der USV TU Dresden, der lange Zeit der Spitzengruppe angehörte, ist nach einer erneuten 0:3-Niederlage, diesmal zu Hause gegen den Tabellenletzten Ohrdruf, mit nun 10:10 Punkten ins Mittelfeld abgerutscht.
Die weiteren Spiele an diesem Wochenende:
| VC Gotha II – TSV Zschopau | 2:3 |
| USV TU Dresden – Ohrdrufer SV | 0:3 |
| TSG Markkleeberg – VSV Oelsnitz | 3:2 |
| Erfurter VC – TSV Leipzig 76 | 3:0 |
Rolf Hiecke









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