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VC-Jungs tun sich unnötig schwer

Die Mannschaft VCD III besiegte in der Sachsenklasse Ost den gastgebenden SV Motor Mickten knapp mit 3:2 (22:25, 25:22, 25:18, 21:25, 15:6).

Hier der Spielbericht von Kapitän Florian Woitas, der das Spiel hautnah auf dem Feld mit erlebt hat.

Neue Etappe, neue Erkenntnis - 7+

Am neunten Spieltag der Sachsenklasse war die Mannschaft von Trainer Stefan Thormeyer am 04.02.2012 zu Gast beim SV Motor Mickten. In einem packenden Derby ging die junge Mannschaft, die erneut von Karsten Blume unterstützt worden ist, als verdienter Sieger mit einem 3:2 vom Spielfeld.

Der letzte Sieg in Räckelwitz scheint die Jungs vom VCD III besonders motiviert zu haben. Man hat im Training konzentriert und intensiv an Stärken wie auch Schwächen gearbeitet und, was auch nicht zu vernachlässigen ist, Spaß gehabt.

Mit einem 3:0 im Hinspiel im Rücken traf man sich frohen Mutes und gehobenem Hauptes im MoMi Center. Der eine oder andere hat zu früher Stunde dieses kalten Februarmorgen schon eine Trainingseinheit in den Knochen.

Nachdem die letzten Neuigkeiten aus dem Spielerlager ausgetauscht worden sind (man hat sich ja mitunter seit dem Freitagabendtraining nicht mehr gesehen ;-) ) und das erste Spiel des Tages gepfiffen worden ist ging es mit dem gewohnt professionellen Setup von Trainer Karsten Blume in den ersten Satz.

Es begannen Georg Zobel, Georg Linke, Maximilian Heinze, Moritz Mitbauer, Rico Feldmann, Thilo Werdin und Hannes Bräuer.

Mit etwas winterlicher Kältestarre in Beinen und Kopf tat man sich zu Beginn etwas schwer, dass eigene Spiel aufzuziehen. Gemächlich ging es hin und her. Hier und da ließ man sich überraschen und stellte fest, dass sich Mickten eine Taktik zurecht gelegt hatte. So dauerte es bis zur Mitte des Satzes, bis man die variablen Aufschläge und die Blockarbeit des Gegners in ihrer Wirkung abschwächen konnte. Was jetzt noch fehlte war die Cleverness im Abschluss und die resultierende Möglichkeit auch mal den K2 auf der Habenseite verbuchen zu können. Leiter kam es in der letzten Hälfte des Satzes nicht mehr zum Wandel in der Spielgestaltung und man ging mit 22:25 in die erste Satzpause.

Bleibt die zwischenzeitliche Erkenntnis des Trainers, dass hier jeder ein paar Kohlen nachlegen muss, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Das Lesen des generischen Spiels für eine erfolgreiche eigene Feldarbeit und das Verteilen der Bälle gerade dahin, wo der gegnerische Block schwächelt, müssen verbessert werden will man hier punkten.

Satz zwei begann recht verheißungsvoll. Im Aufschlag bereitete man von Anfang an wichtige Punkte vor, die Verteidigung des eigenen Feldes bei Aufschlag und Angriff des Gegners sah nun mehr und mehr nach dem aus, was man zu leisten im Stande ist. Doch so richtig war der Knoten noch nicht geplatzt. Man reichte Mickten hin und wieder den Strohhalm, an den sie sich klammern konnten. Nicht das man hier von eigenem Unvermögen sprechen könnte, ganz im Gegenteil. Doch klappen wollte nicht alles. Jeder hatte seine lichten wie auch schattigen Momente.

Was macht man in solch einer Situation? Genau, das Beste daraus. Schließlich ist die Mannschaft in den letzten Monaten zu einer solchen geworden, die 7+: Die sieben Spieler auf dem Feld, die Jungs auf der Bank, die Fans am Spielfeld (es werden immer mehr - auch auswärts) und der Trainer.

Dieser rief jedem einzelnen die Besonderheit des heutigen Spieles ins Bewusstsein: es klappt heute nicht alles. Aber das, was klappt muss dem Gegner mit Nachdruck aufgezwungen werden. Hau drauf klappt heute, also mehr als sonst mit dem Kopf arbeiten. Die Beine sind heute nicht die schnellsten, also Augen auf, die Sinne geschärft und den Gegner beobachten.

Und siehe da, der Funke des Trainers sprang auf Spielfeld, Bank und Tribüne über. Der Wille, sich hier nicht geschlagen zu geben und die Taktik des Trainers - inzwischen kam Joker #1 Johannes Köpsch und setzte Akzente auf der Mitte - machten den Unterschied zum ersten Satz aus und so ging der zweite Satz an den VC: 22:25

Fortan waren die Blume-Jungs die bestimmende Mannschaft. Man fand zur bekannten Flexibilität im Angriff, legte ein ums andere Mal in der Abwehr den Grundstein für einen soliden Spielaufbau und ließ keinen Zweifel daran, hier und heute als Sieger nach Hause zu fahren. 18:25 - Mickten war geschlagen!

Mickten war geschlagen? Nicht ganz. Ist nur noch eine Frage der Zeit.

Hin und Her. Punkt hier, Punkt da. Ich will nicht. Willst Du? So oder so ähnlich könnte man die erste Hälfte des vierten Satzes beschreiben. Was war los? Gegenwehr seitens Mickten! Und das nach einem klaren Gewinn des vorangegangenen Satz. Ganz so einfach wollten sie sich nicht geschlagen geben. Spielt man doch zu Hause in einem Derby.

Somit entwickelte sich das Spiel doch noch zu einem abwechslungsreichen und spannendem Schlagabtausch. Keine der beiden Mannschaften vermochte der anderen den Satz zu überlassen. Ein munteres Hin-und-Her entwickelte sich. Am Ende gewann die glücklichere Mannschaft: 22:25 - Tie-Break

Vom Trainer erneut wach gerüttelt und mit dem richtigen Mittel zum Entschärfen des Gegners Waffen ging es in den Entscheidungssatz.

Aufschlag, Punkt. Aufschlag, Block, Punkt. Aufschlag, Punkt. Aufschlag, Abwehr, Punkt… 8:2 - Seitenwechsel

Was war passiert? Hat man still und heimlich auf Profimodus umgestellt? Nein. Nur ganz einfach aus Satz eins bis vier die besten Komponenten handverlesen, aufs Wesentliche reduziert und mit Sachlichkeit zusammen gefügt.

Aufschlag, Punkt. Aufschlage, Abwehr, Punkt… 11:2

11:3; 11:4; 11:5; 11:6 - Was ist jetzt los? Gegenwehr? Pulver verschossen? Denkste’. Joker #2 wird gezogen: Wechsel im Aufschlag. Jonas Sperlich holt aus zum Service. 12:6 durch direkten Aufschlagpunkt. Aufschlag, Block, Punkt. Aufschlag, Abwehr, Angriff, Punkt. Aufschlag, Abwehr, Angriff, Punkt. 15:6 - Sieg

Im Großen und Ganzen bot der VC eine tolle Mannschaftsleistung – keiner hat sein Optimum zeigen können, aber ist auch nicht völlig von der Rolle gewesen. Jeder hat das, was er im Spiel gut machen konnte in die Waagschale geworfen und die Summe hat dann den Unterschied gemacht. Irgendwie hat es unterm Strich dann doch gepasst: Spielverständnis, Kampfgeist, Athletik, die Taktik den Gegner gezielt zu bekämpfen zu können. Ein solides geschnürtes Gesamtpaket. Eben mehr als nur sieben Spieler.

Unseren daheimgeblieben Patienten Thomas Erhard und Ahmed Ehrenberg gute Besserung.

 

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Kommentare

CH05.02.2012 01:12:52

Hallo Rolf, bei mir hat sich die Fehlerhexe eingeschlichen. Der vierte Satz endete 25:21.

Rolf Hiecke05.02.2012 02:27:28

o.k., ich habe es korrigiert. Vielen Dank noch einmal für die Übermittlung der Satzergebnisse, nachdem ich dieses Spiel verlassen und mich auf den Weg zum Regionalligaspiel VCD II-Erfurt begeben hatte.

ano.nym06.02.2012 01:19:59

Sehr gelungener Spielbericht. Scheint sich wirklich was zu entwickeln bei VC 3. Weiter so, ich verfolge es mit großem Interesse.

CH06.02.2012 02:20:23

@abo.nym Am 25.02. ist die nächste Gelegenheit,VCD 3 live zu erleben.

max06.02.2012 05:19:38

ich stimm zu. is wieder ein schöner bericht!

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