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Am 21.2.2012 war die Mannschaft VCD III zu Gast beim SV Viktoria Räckelwitz 92 und gewann das Punktspiel der Sachsenklasse Ost mit 3:1 (25:23, 20:25, 25:16, 25:22).
Da Stefan Thormeyer, der als Co-Trainer des Bundesligateams mit nach Nürnberg zum Punktspiel gegen den VCO Kempfenhausen unterwegs war, vertrat ihn der erfahrene Trainer-Fuchs Karsten Blume an der Seitenlinie in Räckelwitz. Hier seine Einschätzung nach dem Spiel, bevor der interessante Spielbericht von VC-Kapitän Florian Woitas folgt: „Ein großes Kompliment an die junge Truppe. Sie hat in der extrem niedrigen und engen Halle genau das gemacht, was unter diesen Bedingungen möglich war. Volleyball, z. B. hohe Zuspiele, war jedenfalls nicht möglich. Es ging nur Kampf, und die Jungs haben das Kampfspiel angenommen, sind mit dem fehlenden Rhythmus und den Schwierigkeiten gut zurecht gekommen. Kapitän Florian Woitas hat sich als Führungsspieler präsentiert und viel Wirkung im Angriff erzeugt. Seit meinem letzten Einsatz in dieser Truppe zu Saisonbeginn in Zittau hat Maximilian Heinze die größten Fortschritte gemacht. Insgesamt hat sich die Truppe sehr gut entwickelt.“ – ein Lob aus berufenem Munde!!!
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Karsten Blume dirigiert das Spiel
Der Bericht des VC-Kapitäns:
Geredet wurde viel in den letzten Tagen: über das eigene Spiel, die bevorstehenden Wochen und die Möglichkeiten, die diese bereithalten. Entscheiden diese doch über Erfolg und Misserfolg bei den Jugendmeisterschaften. Bis dahin ist jedoch noch ein wenig Zeit und man hat alle Karten in der Hand.
Aber auch das Spiel des Gegners wurde intensiv thematisiert. Auch wenn Räckelwitz in der aktuellen Spielzeit noch ohne Sieg ist, sollte man dieses Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wird die Mannschaft doch von einem lautstarken Publikum angetrieben. Den einen oder anderen Achtungserfolg gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte hatten sie schon erzielen können - wenn auch noch kein Sieg zu verbuchen war.
Die Trainingseinheiten seit dem letzten Spieltag waren geprägt vom Ziel nach mehr Qualität. Hat man sich doch in der Vergangenheit zu viele unnötige Fehler geleistet und die eigenen Ziele nicht erreicht.
Bestens von Trainer Stefan Thormeyer vorbereitet, ging es auf zu einem interessanten Spieltag. Auf der Bank nahm erneut Karsten Blume Platz. Dieser gab als Devise aus, nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in den ersten Spielminuten, sich schnell an Publikum und die recht klein ausfallende Halle zu gewöhnen und dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen.
Für den VC starteten Georg Zobel, Georg Linke, Thilo Werdin, Moritz Mitbauer, Florian Woitas Maximilian Heinze und Ahmed Ehrenberg.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem Rückstand von 0:3 fand der VC schnell seine Abstimmung, sorgte umgehend für den 3:3-Ausgleich und vermied so, den Satz mal wieder unnötig früh aus der Hand zu geben - zunächst. Unbeeindruckt vom Zwischenspurt der Dresdner kämpfte Räckelwitz couragiert und sorgte so für eine heitere Stimmung beim Publikum. Ein ums andere Mal nutzten die Gastgeber das statische Spiel der Dresdner aus und passierten den hohen Block des VC mit lockeren Schlägen und dem einen oder anderen Leger. Das Resultat war ein unnötiger wie ärgerlicher Rückstand, der im 7:12 gipfelte. Trainer Blume nahm die erste Auszeit und wies nochmals darauf hin, dass heute nicht das schönste Spiel gezeigt werden muss sondern lange und „dreckige“ Ballwechsel gewonnen werden müssen. Der Rest wird sich dann schon ergeben. Und siehe da: aus dem 7:12-Rückstand wurde umgehend eine 16:15-Führung. Dresden gelang es immer besser, dem Spiel den eigenen Stempel aufzudrücken. Es entwickelte sich ein offenes Spiel - geprägt durch solide, ergebnisorientierte Ballwechsel. Die Führung wechselte stetig die Seite - mal mit einem, mal mit zwei Punkten. Konzentration und Biss waren gefragt. Von beidem hatte in der spannenden Schlussphase der VC mehr: ein 25:23 war nun der verdiente Lohn.
Satz zwei gestaltete sich ähnlich dem ersten. Keine Mannschaft konnte das Spiel entscheidend prägen. Kleinigkeiten und Unachtsamkeiten auf Seiten des VC brachten Räckelwitz in die entspannte Lage, nicht mehr als nötig zu tun. Sukzessive bauten sie ihren Vorsprung aus und kamen über 9:6 und 20:16 zum entspannten 25:20-Erfolg.
Trainer Blume zeigte in der Pause die entscheidenden Faktoren auf: unnötiges Risiko muss nicht eingegangen werden. Reichen doch auch 120 anstatt 150 km/h im Angriff. Auch die Beinarbeit muss forciert werden und mit mehr Wachsamkeit und Biss gepaart werden.
Mit geschärften Sinnen und dem Willen, die eigenen Möglichkeiten zu nutzen, ging es in Satz drei. Dieser gestaltete sich erneut ausgeglichen. Keine der beiden Mannschaften wollte der anderen das Feld überlassen. Kleinigkeiten entschieden die Ballwechsel. Das Dresdner Spiel war nun von einer gesteigerten Konzentration, weniger Fehlern und mehr Durchschlagskraft geprägt. Nach dem anfänglichen Hin und Her nahm Räckelwitz bei 13:15 und 13:18 seine beiden Auszeiten innerhalb kürzester Zeit. Dresden nutzte die ungewollte Pause in seiner bislang besten Phase für letzte Korrekturen. Trainer Blume gab aus, nicht locker zu lassen und die Schwächen des Gegners besser auszunutzen, bildet doch der druckvolle Aufschlag und die gute Blockarbeit die Grundlage des Dresdner Spiels.
Die Worte des Trainers fanden Gehör und resultierten im forcierten Spiel der VC-Jungs. Man beherrschte den Gegner nun nach Belieben, die Zuschauer verstummten und Dresden gewann den Satz überlegen mit 25:16.
Satz vier wurde somit richtungsweisend.
Auf beiden Seiten begann man energisch. Dresden wollte den Hunger weiter stillen und Räckelwitz sich nicht so einfach geschlagen geben, was ihnen auch gelang. Still und heimlich setzten sie sich Punkt für Punkt ab (7:5). Bereits beim 7:11 nahm Blume die zweite Auszeit, um nochmals die Sinne zu schärfen und auf die eigenen Stärken und die Schwächen des Gegners hinzuweisen.
Erneut hat der Trainer die richtigen Worte gefunden. Schritt für Schritt kämpfte man sich heran. Ein ums andere Mal konnte man den Druck auf den Gegner erhöhen und hat den Kampf wieder angenommen. Folglich gerieten die Gastgeber aus dem Konzept und mussten sich beim 17:16 zur Beratung zurück ziehen. Erneut nutzte Blume die Chance zur Feinabstimmung, wollte seinem unbedingten Siegeswillen Nachdruck verleihen und von allen Spielern die Körpersprache eines Siegertypen sehen; sollten doch die Anstrengungen des bisherigen Spiels im Sieg münden. Und was macht man, wenn man den Gegner dort hat, wo man ihn haben wollte? Richtig: weiter bearbeiten. Und das gelang der (jungen) VC-Mannschaft famos. 24:22 - Schach. Der Gastgeber nahm seine letzte Auszeit, versuchte das Unheil noch mal abzuwenden. Vergebens: 25:22 - Schachmatt. Lange Gesichter bei Gegner und Publikum. Freudentanz auf Dresdner Seite.
Endlich haben mal wieder alle Zahnräder ineinander gegriffen und streckenweise reibungslos gearbeitet. Aber was noch viel wichtiger ist: man hat im Training gut gearbeitet, Qualität und alle Elemente verbessert und im Spiel umgesetzt. Es hat sich gezeigt, was möglich ist, wenn der Trainerstab professionell zusammenarbeitet, dem Nachwuchs zeigt, wo es lang geht und dieser die Hilfestellung annimmt und umsetzt.
Bleibt nur noch, Karsten für die tolle Unterstützung zum Spiel - und natürlich Stefan für das optimale Setup - zu danken und den Spielern zu sagen: arbeitet weiter fleißig. Dann braucht man sich an Erfolgen nicht nur aus vergangenen Tagen zu erfreuen…
Florian Woitas/ Rolf Hiecke







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